Smarte Mobilität: Dein Transport. Deine Auswahl.

| December 8, 2014
Det rullende mobilitetslaboratorie med aarhus-grafik

Das mobile Verkehrslabor mit Aarhus-Grafik, die auf humoristische Weise die mobile, nachhaltige und gesunde Stadt illustriert.

Kann man den Verkehr in einem Labor untersuchen? „Ja“ sagen wir in Aarhus, wo in dem Projekt Smart Mobilitet ein moderner Wohnwagen als mobiles Labor dient. Der Arbeitsauftrag lautet, das Verhalten der Verkehrsteilnehmer nachzuvollziehen und Alternativen zu testen.

Bessere Mobilität und mehr Lebensqualität in der Innenstadt von Aarhus stehen im Blickpunkt der Bestrebungen, und die Bewohner selbst sollen in die Entwicklung integriert werden.

Das Labor besucht die Bewohner einer Vorstadt, in stadtnaher Bebauung sowie junge Studierende und Kommunalmitarbeiter. Die vier Test-Zielgruppen werden hereingebeten, um ihr Wissen und ihre Ideen mitzuteilen.

Wachstum stellt nicht nur an die Infrastruktur Herausforderungen
Aarhus befindet sich im Umbruch. Neue Stadtteile entstehen, immer mehr Menschen ziehen hinzu und die Anzahl der Unternehmen steigt stetig. Dies hat viele Vorteile, aber die Anzahl der Pkw und der Verkehr insgesamt wachsen ebenso rasant. Wenn wir jetzt keine Maßnahmen ergreifen, wird es auf Straßen und Wegen immer enger und es droht Parkraumnot.

Gleichzeitig werden Umwelt und Lebensqualität in Aarhus unter der Verkehrsverdichtung leiden. Aber um die Herausforderungen an den städtischen Straßenverkehr zu meistern, ist es wesentlich, die Mentalität und Gewohnheiten nicht außer Acht zu lassen.

Kommune und Verkehrsteilnehmer arbeiten zusammen
Mit dem mobilen Labor als Ausgangspunkt suchen wir die Bewohner von Aarhus auf, um ihr Verhalten zu studieren und in Zusammenarbeit mit ihnen die Effekte mehrerer Einflüsse zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Konkrete Projekte werden in Beder-Malling (Vorstadt in zehn Kilometer Entfernung zum Zentrum), Klostervangen/Vestervang (Wohngebiet in Zentrumsnähe), unter jungen Studierenden und unter Mitarbeitern der Kommunalverwaltung von Aarhus ins Werk gesetzt.

Die Projekte befassen sich mit dem Fortbewegungsverhalten und erproben neue Mittel, um die Gewohnheiten der Einwohner zu erforschen. Was genau Smarte Mobilität ist, unterscheidet sich von Stadtteil zu Stadtteil und von Bürger zu Bürger, und die Lösungen sollen deswegen aus einer Partnerschaft von kommunalen Projektmitarbeitern und Bürgern heraus entstehen.

Børnecykelløb i Klostervangen

Kinder-Fahrradrallye als Kommunikationsplattform und strategischer Zugang zur Gegend.

Kinder-Fahrradrallye im Wohngebiet
Um das notwendige Wissen über die Fortbewegungsgewohnheiten und Einstellungen der Bürger zu erfassen, kann es mitunter erforderlich sein, sich alternativer Methoden zu bedienen. Ein Beispiel hierfür ist das von uns im September in Klostervangen arrangierte große Kinder-Fahrradrennen. Hier mussten wir nachfolgend 1300 Tür-zu-Tür-Befragungen durchführen. Indem wir das Kinder-Fahrradrennen als aktive Einrichtung vor Ort und als Kommunikationsplattform nutzten, fanden wir einen Zugang zu der Gegend und nachfolgend war es wesentlich einfacher, mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen. So konnten wir das Wissen erlangen, das die Grundlage für unsere Initiativen in dieser Gegend bildet.

Faktenbox:
Das Center für Stadtentwicklung und Mobilität ist Träger des Projets Smart Mobilitet, das aus dem Innovationsfonds der Stadt Aarhus und durch das Straßenverkehrsamt finanziert wird. Das Projekt startete im April 2014 und läuft bis März 2017. Das Leitungsteam des Projektes besteht aus einem interdisziplinären Team, einem Ingenieur, einem Landschaftsarchitekten und einem Anthropologen. Mitarbeiter aus zwei weiteren Verwaltungen sowie eine externe Evaluationsgruppe vervollständigen es.Weitere Informationen: Projektleiter Gustav Friis, guf@aarhus.dk, Tel.: +45 41 85 93 63

Übersetzung ins Deutsche: Christina Nawrocki, www.danmark-berlin.de.

Category: December 2014 - German, Newsletters in German

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