Neues Strategiepapier zum Fahrradfahren in Dänemark

| September 26, 2014
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Foto:Ursula Bach

Am Freitag, dem 4. Juli, stellte der dänische Verkehrsminister ein neues Strategiepapier vor, das darauf abzielt, mehr Personen zum Fahrradfahren zu motivieren. Der Verband Dänischer Fahrradfahrer (Danish Cyclists´ Federation) hat zur Erarbeitung des Papiers beigetragen und ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Dänen sollen mehr Fahrrad fahren
„Wir haben in Dänemark eine lange Tradition des Fahrradfahrens, und das macht uns besonders. Diese Kultur müssen wir fördern und sie unseren Kindern weitervermitteln“, so der Minister in seinem Vorwort.
„Leider nutzen wir unsere Räder weniger als früher. Stattdessen ist es für die Dänen fast selbstverständlich, sich hinter das Lenkrad eines Autos zu setzen – selbst für kurze Fahrten. Es ist bequem und einfach. Das Fahrrad muss zum naheliegenden Mittel werden. Dies können wir erreichen, indem wir bessere Radwege, weniger Ampelstopps und bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder einrichten“, fügt der Minister hinzu.

Drei Schwerpunkte
Das Strategiepapier konzentriert sich auf drei besondere Bereiche:

• Tägliches Radfahren
• Aktives Radfahren in Ferien und Freizeit
• Neue und sichere Radfahrer

Der Direktor des Verbandes Dänischer Fahrradfahrer, Klaus Bondam, ist von der neuen Strategie hocherfreut: „Das Strategiepapier mit seinen drei Schwerpunktbereichen liest sich wie die Leitlinien unseres Verbandes für die kommenden Jahre. Wenn das Anliegen dieses Strategiepapiers umgesetzt wird, kann Dänemark seine Position als bestes Fahrradland der Welt aufs Neue etablieren“, sagt der Direktor, der bei der Entwicklung der Strategie mitgewirkt hat.

Zuschüsse nötig
Dänemark befinde sich bei einer Reihe von Parametern hinter den Niederlanden, so Klaus Bondam, aber dies könne sich ändern, wenn die Strategievorschläge ausgeführt und genügend Mittel zur Verfügung gestellt werden:
„Die Dänen würden gern häufiger Rad fahren, aber nur, wenn es einfach und attraktiv ist. Deswegen sind wir froh, dass die Strategie das tägliche Radfahren ebenso in den Blick nimmt wie beispielsweise `besseres und sicheres Abstellen von Fahrrädern an Bahnhöfen und Knotenpunkten´. Dies ist nur einer der Bereiche, auf denen Dänemark zurzeit hinter den Niederlanden liegt“, sagt Klaus Bondam, der ebenso dem Schwerpunktthema `Aktives Radfahren in Ferien und Freizeit´ zustimmt:
„Dänemark besitzt all die natürlichen Rahmenbedingungen, um seinen Fahrradtourismus zu entwickeln – eine gute Fahrrad-Infrastruktur, viele Radwege, eine etablierte Fahrradkultur, eine flache Landschaft, und als Radfahrer in Dänemark ist man immer nahe am Wasser. Es gibt ein riesiges Potential für den Fahrradtourismus, und dies kann ebenfalls Einnahmen und Arbeitsplätze generieren.“

In den kommenden Jahren will der Verband stark daran arbeiten, dass der Staat und die Kommunen ihren Beitrag zur Implementierung der Strategie leisten.

Lesen Sie die vollständige englische Version der National Bicycle Strategy: Denmark – on your bike!

Sehen Sie auch:
Volletext in Dänisch
Zusammenfassung in Dänisch
Flyer in Dänisch

Zusammenfassung und Übersetzung des Artikels ins Dänische von Fritz Bredal unter www.cyklistforbundet.dk
Übersetzung ins Deutsche von Christina Nawrocki, www.denmark-berlin.de

Category: Newsletters in German, September 2014- German

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