Dänemarks erster Park-and-Ride-by-Bike-Terminal!

| December 4, 2012

Bekanntlich legen sehr viele Pendler mit dem Auto eine längere Wegstrecke über kommunale Grenzen hinweg zurück, bevor sie an ihrem Arbeitsplatz ankommen. Die Kommune Aarhus hat deswegen eine Idee gefördert, die Pendlern die Möglichkeit geben soll, den letzten Teil der Autofahrt durch eine gute Portion Bewegung auf dem Fahrrad zu ersetzen.

Die Maßnahme heißt Park-and-Ride-by-Bike-Terminal, und der erste Terminal dieser Art wurde Anfang des Jahres bei Egå Engsø in Lystrup verwirklicht.

Die Hoffnung besteht darin, dass die Anzahl sogenannter Kombinationsfahrten erhöht wird, indem ein Pendlerparkplatz dicht an Einfallstraßen und an Fahrradwegen eingerichtet wird.

„Wir wollen den Pendlern in unsere Kommune die Möglichkeit geben, außerhalb der Stadt zu parken. Statt hilflos im Stau zu stecken, können sie für die letzte Wegstrecke das Fahrrad nutzen und gleichzeitig frische Luft und Bewegung bekommen. Die Anlage bei Egå Engsø wird Platz für gut 100 Fahrräder und ca. 60 parkende Autos bieten. Für die, die ihr Fahrrad über Nacht stehen lassen wollen, wird die Möglichkeit geschaffen, eine individuell abschließbare Abstellbox für ca. 400 DKK  jährlich zu mieten“, erklärt der Projektleiter von „Fahrradstadt Aarhus“, Pablo Celis.

Am Terminal können individuelle Boxen für das eigene Fahrrad gemietet werden.

Es ist ein interessantes Projekt, weil es eine neue Denkweise präsentiert. Der Terminal dient auch als Angebot für größere Unternehmen, die Mitarbeiter aus Randers und Djursland haben und nicht über ausreichenden Parkraum für alle am Unternehmenssitz verfügen. Die Idee ist, dass sie Boxen für Firmenfahrräder mieten und diese den Mitarbeitern anbieten können, die damit zugleich ein Angebot für mehr Bewegung erhalten. „Es ist ein gutes Signal an Unternehmen,  Möglichkeiten der Fürsorge für ihre Mitarbeiter zu entwickeln“, sagt Pablo Celis.

Über die Parkmöglichkeiten hinaus sind ein Fitnessgelände und eine Laufradstrecke für die Kleinsten eingerichtet worden. „Insgesamt soll es sich zu einem Erholungs- und Freizeitgelände entwickeln, das gern auch außerhalb der Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag, wenn die Pendler durchgekommen sind, genutzt werden soll. Es ist die Absicht, den Ort als Treffpunkt für Leute aus der Region zu nutzen“, erzählt Pablo Celis über die Pläne.

Die Laufrad-Bahn ist ein Teil des Park-and-Ride-by-Bike-Terminals. Im Hintergrund sind die Freiluft-Fitnessgeräte zu sehen.

Der Park-and-Ride-by-Bike-Terminal in Lystrup wurde in Zusammenhang mit einer ganz neuen Route nach Aarhus angelegt, wobei darauf Wert gelegt wurde, eine schnelle und gut befahrbare Strecke anzubieten, die ein erholsames Erlebnis frei von Autos und Lärm ermöglicht.

Alles in allem sind in der Kommune Aarhus fünf Park-and-Ride-by-Bike-Terminals im Umkreis von 5-10 km um das Stadtzentrum von Aarhus geplant. Der Terminal in Egå Engsø wird am 1. Dezember eingeweiht werden – im Übrigen als der größte Weihnachtskalender der Welt – siehe Grafik.

Übersetzung ins Deutsche von Christina Nawrocki, www.denmark-berlin.de

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Category: December 2012, Newsletters in German

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